Flughäfen und Vernetzung

Kurz & Knapp

Die Größe der Flughäfen in Norddeutschland variiert erheblich. Die internationalen Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen haben das höchste Fluggastaufkommen und sind zentrale Bestandteile der überregionalen Verkehrsinfrastruktur. Die größten Regionalflughäfen sind Lübeck-Blankensee, Sylt und Braunschweig-Wolfsburg.

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Norddeutsche Flughäfen sichern neben regulären Geschäfts- und Urlaubsreisen auch Versorgungsflüge. So ist die Verbindung zu den nord- und ostfriesischen Inseln auf dem Luftweg gefragt, wenn Schiffe aufgrund von Eisgang oder zu niedrigen Wasserständen nicht verkehren können.

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Die Rolle der Flughäfen in Norddeutschland

Die regionalökonomische Entwicklung der Luftfahrtindustrie wird auch von der Rolle der Flughäfen in der Region beeinflusst. Zum einen bieten Flughäfen die Infrastruktur für Fluggesellschaften als Kunden der Luftfahrtindustrie. Zum anderen siedeln sich Luftfahrtunternehmen, die Dienstleistungen für die Fluggesellschaften erbringen, häufig in unmittelbarer Nähe an. Die Größe der Flughäfen in Norddeutschland variiert erheblich. Die internationalen Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen haben das höchste Fluggastaufkommen und sind zentrale Bestandteile der überregionalen Verkehrsinfrastruktur. Die größten Regionalflughäfen sind Lübeck-Blankensee, Sylt und Braunschweig-Wolfsburg.

 

Zudem gibt es in den norddeutschen Flächenländern viele weitere regionale Flughäfen und Flugplätze, darunter Sonderflugplätze und Hubschrauberlandeplätze. Niedersachsen besitzt insgesamt 141 Flugplätze, darunter 41 Hubschraubersonderlandeplätze und 26 Verkehrslandeplätze. In Schleswig-Holstein sind es mit dem Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau 54 Flugplätze.

Flughäfen sichern Erreichbarkeit norddeutscher Regionen

Die Flughäfen spielen eine wichtige Rolle für die nationale und internationale Erreichbarkeit. Die Luftverkehrsanbindung ist aus Unternehmenssicht neben dem Angebot an qualifizierten Arbeitskräften und der Verkehrsanbindung durch den Straßenverkehr ein ausschlaggebender Standortfaktor, besonders für international tätige Firmen. Sie erleichtert den Unternehmen die Erschließung und Bedienung neuer Absatzmärkte und ist daher die Grundvoraussetzung für eine langfristige internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Vernetzung in Norddeutschland

In Norddeutschland gibt es zahlreiche Ansatzpunkte für Kooperationen zwischen den Unternehmen, öffentlichen und privaten Forschungsinstitutionen. So weisen Hamburg und Bremen Spezialisierungen in der Luftfahrtforschung, aber auch im Luft- und Raumfahrzeugbau auf. Ein entsprechendes Vernetzungspotenzial gibt es in Niedersachsen, das im Norden und Nordwesten von der räumlichen Nähe zu Hamburg und Bremen profitiert. Im Süden Niedersachsens existiert in der Region Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg ein Forschungsverbund mit Anknüpfungspunkten für alle Zweige des Fahrzeugbaus.

Vielfalt von Unternehmen und Institutionen in Netzwerken

Vielerorts haben sich in Norddeutschland bereits Branchennetzwerke der Luftfahrtindustrie herausgebildet. Für Hochtechnologiestandorte spielt die Nutzung der räumlichen Nähe zwischen Forschungseinrichtungen und anwendenden Unternehmen eine zentrale Rolle. Insbesondere technologisch orientierte Unternehmen können von der praktischen Anwendung der Innovationen universitärer Forschung profitieren.

Quelle: HWWI 2012