Luftfahrt schafft Arbeitsplätze

Kurz & Knapp

Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist im Norden überproportional zum Anteil an der bundesweiten Gesamtbeschäftigung vertreten und schafft zahlreiche Arbeitsplätze.

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Über den Tellerand

Die Aktivitäten des Luft- und Raumfahrzeugbaus im Bereich Forschung und Entwicklung sind deutlich höher als in anderen Industrien, sodass die Unternehmen dieser Branche wichtige Entwicklungsimpulse für den wissensbasierten Strukturwandel und die Stärkung der technologischen Leistungsfähigkeit in der Region setzen. Ergänzt werden die privaten Investitionen in Forschung und Entwicklung durch die Förderung der Luft- und Raumfahrt mit öffentlichen Forschungsmitteln.

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Fast jeder zweite Arbeitsplatz im deutschen Luft- und Raumfahrzeugbau im Norden

Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V. (BDLI) gibt für die Zahl der Beschäftigten in der Luft- und Raumfahrtindustrie für das Jahr 2011 in Deutschland rund 100.000 Personen an. Darunter dominiert der Luft- und Raumfahrzeugbau als Arbeitgeber mit rund 80.000 Beschäftigungsverhältnissen deutschlandweit. Dieser Industriezweig beinhaltet unter anderem die Herstellung und den Umbau von Luftfahrzeugen sowie die Herstellung von Baugruppen und Zubehör wie Rümpfe, Tragflächen oder auch Sitze. Die weiteren etwa 20.000 Arbeitsplätze befinden sich beispielsweise in Wartungs- und Zulieferbetrieben, die statistisch nicht unmittelbar zum Luft- und Raumfahrzeugbau zählen.

Der Flugzeugbau prägt mit den Standorten von Airbus in Bremen, Hamburg und Niedersachsen die Luftfahrtindustrie in Norddeutschland. In dieser Region haben rund 35.000 Menschen ihren Arbeitsplatz im Luft- und Raumfahrzeugbau, was einem bundesweiten Anteil von 43 % entspricht. Damit befindet sich annähernd jeder zweite deutsche Arbeitsplatz dieser Branche in einem Unternehmen in Norddeutschland. Dabei sind weibliche (13,8 %) und ausländische (4,4 %) Beschäftigte im Vergleich zur Gesamtwirtschaft unterrepräsentiert.

Relevante Berufsgruppen

Auch die Betrachtung der für die Luftfahrtindustrie relevanten Berufsgruppen verdeutlicht die Konzentration der Arbeitskräfte in Norddeutschland. Hier gibt es rund 20.000 Techniker des Elektrofaches sowie 26.000 Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus und 6.000 Flugzeugmechaniker.

Mit dem Flugzeugbau als industriellem Kern hat sich in Norddeutschland ein Netzwerk aus einigen großen sowie zahlreichen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Luftfahrtindustrie entwickelt, die häufig als Zulieferer agieren. Dazu zählen unter anderem produzierende Unternehmen, Ingenieurdienstleister, Unternehmen der Kreativwirtschaft und Forschungsinstitute. Die Zulieferunternehmen in der Luftfahrtindustrie produzieren häufig einzelne Flugzeugkomponenten und konzentrieren sich auf unterschiedliche Teile oder Kundensegmente. Auch Dienstleistungen, wie Interieur- und Kabinendesign, technische Dokumentation, Qualitätssicherung sowie die Instandhaltung einzelner Teile werden von Kooperationspartnern der Flugzeugbauer übernommen.

Quelle: HWWI 2012